Außergewöhnlicher Alltag der ukrainischen Feuerwehr

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Die Fachleute des Staatlichen Dienstes der Ukraine für Notfallsituationen (kurz DSNS) retten Menschen selbstlos vor Feuer, Wasser sowie anderen gefährlichen Situationen. Während des großangelegten Krieges gelten sie ohne jegliche Übertreibung als Helden, die täglich an der Grenze menschlicher Fähigkeiten arbeiten.

Der Aggressorstaat ignoriert bekanntlich alle Gesetze der Kriegsführung und Normen des internationalen Rechts, deswegen terrorisiert er unter Anderem auch die friedliche Zivilbevölkerung. In den letzten Monaten führte der russiche Beschuss zu unzähligen Bränden, zum Einstürzen von Häusern und anderen Gefahren – all das gehört zur Arbeitsfront der ukrainischen DSNS-Mitarbeiter:innen. Zahlreiche Ukrainer:innen verdanken den Retter:innen ihr Leben oder das Leben ihrer Angehörigen.

Der Fotograf des Staatlichen Dienstes der Ukraine für Notfallsituationen, Pawlo Petrow dokumentiert seit 2017 die Arbeit der DSNS-Einheiten. Zusammen mit den Retter:innen und Pyrotechniker:innen fährt er zu Bränden, zur Minenräumung von Gefahrstellen und Entschärfung der Munition los. Er hält die Heldentaten der Retter:innen fest, die für sie selbst zur Arbeitsroutine geworden sind. Im Namen aller DSNS-Mitarbeiter:innen zeigt der Fotograf der ganzen Welt, um welchen Preis wir am Sieg in diesem großen Krieg arbeiten.

Wir veröffentlichen eine Auswahl der Fotos von Pawlo, die nach dem Beginn der großflächigen Invasion Russlands aufgenommen wurden.

Kyjiw. 14. März. Ein weiterer feindlicher Beschuss eines Hauses, in welchem friedliche Zivilist:innen wohnten. Es gab Tote.

Kyjiw. 24. Februar. Ein privates Wohnhaus geriet infolge des Einschlags eines russischen Projektils in Brand. Das Gebäude brannte nieder, jedoch gab es glücklicherweise keine Toten oder Verletzten. Die Feuerwehrleute arbeiteten trotz ständigem Beschuss weiter.

Kyjiw. 26. Februar. Eine Rakete schlug in einen Wohnblock am Lobanowskyj-Prospekt ein.

Mykolajiw, 7. September. Die Pyrotechniker des DSNS entschärfen feindliche Raketen. Die Stadt wird täglich von den Besatzern beschossen.

Kyjiw. 8. Juni. Die Retter beseitigen die Folgen eines weiteren feindlichen Beschusses.

Winnyzja. 14. Juli. Etwa um 11 Uhr morgens feuerten die Besatzer eine Rakete in die Innenstadt ab. Stand 17:00 Uhr starben 21 Menschen, darunter drei Kinder

Kyjiw. 1. März. Eine russiche Rakete traf den Fernsehturm.

Kyjiw. 17. März. Ein Lagerraum brennt infolge des feindlichen Beschusses. Die Brandfläche betrug 10 000 Quadratmeter. Die Feuerwehrleute waren mehr als 12 Stunden im Einsatz.

Kyjiw. 6. Mai. Die Feuerwehrleute löschen ein Feuer, das ein Hotel verschlang. Fünf Menschen wurden gerettet, mindestens 98 wurden evakuiert.

Beitragende

Idee:

Bogdan Logwynenko

Text,

Bildredaktion:

Chrystyna Kulakowska

Chefredakteurin:

Anja Jablutschna

Redaktion:

Natalija Ponedilok

Foto:

Pawlo Petrow

Übersetzung:

Roksoliana Stasenko

Redaktion der Übersetzung:

Wolfgang Zehetbauer

Contentmanagement:

Anastasija Schochowa