Expedition

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6 April 2017 18:52
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Nachdem National Geographic aus der Medienumgebung der Ukraine verschwunden ist, haben die echten Liebhaberinnen und Liebhaber der intellektuellen Medien und der unerwarteten Entdeckungen keine anständige Alternative bekommen.

Die Ukrainer sind in den vergangenen Jahrzehnten aktiv ausgewandert oder in die großen Städte umgezogen. Nach und nach verlassen sie ihre Geburtsorte, ohne darüber etwas mehr herauszufinden. Die Geschichten der kleinen Siedlungen wurden in Medien nicht erläutert; sie blieben nur in den Familien-Archiven und wurden allmählich aus dem Gedächtnis gelöscht.

Normalerweise ist unser Land im Fokus der internationalen Medien wegen politischer oder wirtschaftlicher Problemen, Krieg oder Naturkatastrophen. Eine kleine Menge von Ausländern, die hierher trotzdem kommen, beschreiben die Ukraine aber doch ganz anders, als es unsere Medien machen. Die Ukraine scheint etwas Unerwartetes, Interessantes, Unberechenbares und ein buntes Bild für die anderen zu sein. Und wie sehen die Ukrainer ihr eigenes Land selbst? Warum beachten sie bei der Rückkehr aus dem Ausland in erster Linie Negativität, Grobheit und Brutalität der großen Städte? Vielleicht, weil die Ukraine für die Ukrainer selbst in den Medien unattraktiv aussieht?

Der Inlandstourismus ist in der Ukraine unterentwickelt, das Verkehrssystem und die Infrastruktur sind auch nicht ganz optimal. Ganz viele Ukrainer haben eigentlich die Grenzen ihres Wohnortes nie verlassen. Diejenigen von uns, die viel durch die Ukraine reisen, können feststellen, wie wenig wir über die benachbarten Regionen und das Land insgesamt wissen.

Um dies zu ändern, haben wir Ukraïner gegründet, ein neues Medienprojekt, dessen Ziel ist es, durch die detaillierten Erforschungen zu verstehen und zu formulieren, wer wir überhaupt sind.

Die Expedition wird 1,5 Jahre lang dauern und fasst alle 16 historischen Gebiete der Ukraine von Sloboschanschtschyna bis Podillja, von Wolhynien bis Tawrija um. Wir beginnen mit dem westlichen Teil der Ukraine und werden Sie mit Transkarpatien im Laufe des Sommers bekannt machen. Sie können unserer Reise gerne beitreten –  stellen Sie uns eure einzigartige Landschaft vor und machen Sie uns mit wundervollen Menschen bekannt.

Ukraïner wird spannende Geschichten über ferne Gebiete und interessante Menschen, Kunst und Essen, Innovationen und Änderungen erzählen. Als Ergebnis der Expedition planen wir unter anderem moderne Reiseführer über die Ukraine in mehreren Sprachen zu schaffen. Was braucht man dafür? Hauptsächlich euer Leserinteresse und euer Vertrauen.

 

Богдан Логвиненко

Bogdan Logvynenko, Autor des Projektes
Mehr als zehn Jahre lang beschäftigt er sich mit den kulturellen und sozialen Initiativen. Er arbeitete als Musik-Manager, Kritiker, Fernsehmoderator. Er besuchte mehr als fünfzig Länder der Welt; in fünf davon lebte er für eine lange Zeit. Bogdan ist Autor von drei Büchern, eines davon ist als Bestseller in der Ukraine anerkannt.

– Ukraїner ist mehr als nur ein Medienprojekt. Es ist der Teil meines Lebens. Wir setzen uns viele anspruchsvolle Ziele. Erstens wollen wir unseren Beitrag zur Entwicklung der Reportagen in der Ukraine und somit zur Entwicklung des Inlandstourismus leisten. Zweitens wollen wir unbekannte Orte und Menschen entdecken und mehr Insider-Geschichten erzählen. Und schließlich, das wichtigste – wir wollen die Ukraine für die Welt öffnen und der Veränderungen im Bereich der öffentlichen Diplomatie beitreten. In der Rangliste der gefährlichsten Länder der Welt nimmt die Ukraine den achten Platz ein. Solche Informationen schrecken Hunderttausende potenzielle ausländische Touristen ab. Man kann die Situation somit ändern, dass man sie nicht bestreitet, sondern die alternativen Informationen produziert.

Дмитро Охріменко

Dmytro Okhrimenko, Kameramann
Er ist ein Kameramann, 2011 gründete er seine eigene Videostudio OHRIM-Production. Und im vergangenen Jahr trat er in das Aufnahmeteam des Fernsehprogramms «Orel i Reschka. Weltreise» ein, während dieser Zeit besuchte Dmytro fünfzehn Länder.

– Ukraїner ist die Möglichkeit zu begreifen, was eigentlich mein Land ist, welche Menschen hier wohnen, neue Orte und damit neue Gründe zu finden, stolz auf die Ukraine zu sein. Ich möchte, dass die Menschen mein Land als etwas Wunderschönes sehen können, wie ich die anderen Länder auf meinen Reisen sehe. Denn die Ukraine ist ein riesiges Potenzial, eine erstaunliche Vielfalt von Kulturen, ein unglaublich leckeres Essen und die besten Leute!

Тарас Ковальчук

Taras Kovalchuk, Fotograf
Er ist der Mitbegründer des Projekts Hata-Majsternja. In den vergangenen fünf Jahren besuchte er mehr als zwanzig Länder. Er beschäftigt sich professionell mit der Fotografie, erhält Aufträge von überallher.

– Ukraїner ist eine Chance, die bisher mir unbekannte Ukraine zu erkennen, ihre natürliche und kulturelle Vielfalt zu begreifen. Gleichzeitig will ich ihre Routine durch die Fotos zeigen, denn viele Ukrainer sind begabt, zu leben und glücklich bei den einfachen Dingen zu sein. Genau wenn ich solche einfache, alltägliche Taten und Emotionen aufnehme, möchte ich den Menschen zeigen, wie schön sie wirklich sind, außerdem möchte ich sie mit sich selbst und auch miteinander bekannt machen. Ich bin darauf vorbereitet, die Kamera in der Hand schon um vier Uhr morgens aus Gründen der besseren Beleuchtung zu halten und auf den höchsten Hügel für die erfolgreiche Sicht zu klettern. Immerhin bin ich zu fast allem bereit.

Микола Носок

Mykola Nosok, Regisseur
Er beschäftigt sich mit der Regie und der Montage. Er schuf ein eigenes Projekt — den Film «28 Liter», der den Problemen des Alkoholismus gewidmet wurde. In seiner Studienzeit beschäftigte er sich mit dem Projekt Ukraine Welcomes U, in dessen Rahmen er die großen Städte der Ukraine besuchte und davon die Promo-Videos aufnahm. Dies alles wurde auf einer furiosen Begeisterung und einer Abenteuerlust gemacht.

– Als ich die Information über die Ukraïner sah, erinnerte ich mich sofort an meinen nicht realisierten Wunsch, am Thema der Reisen durch die Ukraine zu arbeiten. Weiter war es sehr einfach: ich habe geschrieben, dass ich dem Teil des Projekts werden will, wir haben uns sofort getroffen und alles — ich bin im Projekt. Alles ist so einfach. Ich schätze unser Projekt genau für diese Freundlichkeit. Solche Atmosphäre versuchen wir in jeder Region der Ukraine zu finden. Wir wollen die echten Ukrainer finden und ihre Geschichten erzählen.

Марічка Погорілко

Marichka Pohorilko, Koordinatorin der Freiwilligen und Übersetzer
Historikerin, Musikerin, Mutter. Sie lebt in Lemberg und hält diese Stadt für eigenen «Stützpunkt» und «Ort der Kraft». Sie arbeitete beim städtischen Zentrum für Geschichte der Mittel-und Osteuropa und bei der Ukrainischen Akademie der Führung.

– Ich trat zum Projekt mit dem Wunsch bei, etwas Freiwilliges zu machen und sich von der Arbeit abzulenken. Aber es verwandelte sich sehr schnell in Liebe, die mit jedem neu erscheinenden Material wächst. Ich reise von der Kindheit an. Zuerst — in der Zusammensetzung der musikalischen Gruppen, und dann auch selbständig. Zum bestimmten Zeitpunkt habe ich begriffen, dass man nicht unbedingt weit fahren muss, denn es gibt viel Interessantes und Unglaubliches ganz in der Nähe! Jetzt habe ich eine neue Etappe bei den Reisen – ich möchte die Ukraine zusammen mit meinem Sohn entdecken.

Павло Пашко

Pavlo Pashko, Kameramann
Er wohnt in Saporischschja, arbeitet als Tonregisseur. Sein ganzes Leben widmete er der Arbeit mit Musik und Ton.

– Das Geschehen der vergangenen drei Jahre, sowie häufige Reisen durch die Ukraine, haben mich gezwungen, darüber nachzudenken, dass viele Ereignisse in meinem Land außer Sicht geraten sind. Deshalb nahm ich die Kamera bei meinen Freunden und begann Amateurdokumentarfilmen vorwiegend im Osten des Landes aufzunehmen. Die Filme sind über gewöhnliche Menschen, die große Dinge für alle tun. Als ich das Ukraїner Team getroffen habe, habe ich verstanden, dass ich nicht alleine bin. Die Ukraine braucht wirklich solche Geschichten, weil sie den Menschen von vielen inneren Veränderungen und der direkten Aktionen inspirieren lassen.

Наталка Панченко

Natalka Panchenko, Produzentin
Sie ist Aktivistin, Vorsitzende der Stiftung «Euromaidan-Warschau». Sie besuchte mehr als zwanzig Länder der Welt. Sie trat dem Projekt Ukraїner während der Expedition durch Poltawa bei. Sie beschäftigt sich im Team mit der Organisation und Systematik der Arbeit, arbeitet an der Entwicklung des Projekts, der Suche nach strategischen Partnern und der Verbesserung der Expeditionen.

– Ukraїner ist für mich die Möglichkeit, das zu machen, was ich liebe: das Land für sich selbst, für Freunde und für diejenigen entdecken, die vorher nichts über die Ukraine gehört haben. Außerdem ist es die Möglichkeit, die einfachen Menschen, zu entdecken, sie zuzuhören, etwas Neues von ihnen zu lernen.

Сергій Коровайний

Sergey Korovayny, Fotograf
Er beschäftigt sich mit dem visuellen Journalismus. Sergij ist der jüngste Teilnehmer des Projektes, der Student der Nationalen Universität Kiew-Mohyla-Akademie bei der Fachrichtung Journalismus. Er reiste viel durch Europa, lebte einige Zeit in den USA. Zuerst beschäftigte er sich mit Bildergeschichten, später bekam er Interesse für die dokumentarische Fotografie. Da er selbst in Donbass geboren ist, nimmt er viele Projekte auf, die mit dieser Region verbunden sind. In der vergangenen Zeit interessiert er sich für das Erstellen von Video und für die virtuelle Realität.

– Ich habe zufällig Ukraїner beigetreten. Ich bin mit dem Zug von Mariupol nach Kyjiw gefahren und habe gesehen, dass das Projekt nach einem Fotografen für eine Expedition durch Pryazowja sucht. Ich habe direkt im Zug den Jungen  geschrieben, und sie haben sofort geantwortet. Ukraїner ist ein Traumjob. Das ist etwas, wofür ich einst mein Wirtschaftsstudium auf Fotojournalismus verändert habe. Dies ist die Gelegenheit, viel zu reisen und Geschichten zu erzählen. Was braucht man noch, um glücklich zu sein? Offenbar eine großartige Mannschaft, die Atmosphäre und das Verständnis, dass du etwas echt Wichtiges machst. Ukraїner schließt es alles in sich ein.

Траян Мустяце

Trajan Mustjatze, Manager von sozialen Netzwerken
Er arbeitet als Reiseführer im Gebirge in Transkarpatien, und auch als Musiklehrer in der Kunstschule im Dorf Dubowe (Tjatschiw Rajon, Transkarpatien). Trajan ist ein Rohköstler. Er besuchte sieben Länder der Welt.

– Ukraїner ist ein Teil von mir. Das ist die Chance, alle historische Regionen der Ukraine zu öffnen, die wenig bekannten Orte und Kulturgüter zu entdecken und das alles dem ganzen Land zu zeigen. Dies ist eine Gelegenheit, zur Entwicklung des Tourismus in der Ukraine beizutragen.

Ольга Шор

Olga Shor, Koordinatorin der Expedition
Sie hat Master in Kulturwissenschaften abgeschlossen, war als Koordinatorin und Beraterin solcher weltweiter Medienprojekte, wie Associated Press London, Die Zeit, Aljazeera America tätig. Olga ist Herstellungsleiterin des Projekts United Nations in der Ukraine. Sie ist die Organisatorin der Aufnahme von Editionen des Reiseshows „Ich glaube – Ich glaube nicht“ in den vierundzwanzig Ländern der Welt.

– Ich bin glücklich, zu einem Projekt eingeladen zu sein, das die Quintessenz der besten über die Ukraine für die Ukrainer und Ausländer ist. Ich bin auf mein Land stolz, während ich bei internationalen Projekten in der Ukraine arbeite. Ich sehe, wie meine ausländischen Kollegen von dem unsichtbaren und unbestechlichen Gefühl der Freiheit, von der Aufrichtigkeit, von der Tiefe des Weltbildes, von der Geistigkeit und der Schönheit des ganzen Volkes im Land, von denen die meisten erst in der Zeit der revolutionären Ereignisse des Jahres 2013 erfuhren, begeistert sind. Die Ukraine ist einzigartig, sie wird von außergewöhnlichen Menschen aus der Peripherie geschaffen. Darüber möchte ich weiter erzählen, ich möchte unsere Kultur der Welt ermitteln.

Ірина Швець

Iryna Shvets, Fundraiserin
Seit zehn Jahren arbeitet sie in einem professionellen öffentlichen Sektor.

– Ich habe Ukraїner-Crew rein zufällig beigetreten: eine Freundin hat mich darum gebeten, mit dem Schreiben von einem Ausschreibungsantrag zu helfen. So bin ich im Team geblieben. Später habe ich verstanden, was eine freiwillige Arbeit bedeutet – das ist ein guter Weg, um eine ständige Überwachung der politischen Prozesse im Land zu vermeiden und damit ein bisschen #Sieg zu deinem Alltag hinzuzufügen.

Марія Теребус

Marija Terebus, Videoredakteurin 
Sie ist eine ausgebildete Geografin und eine Moviemakerin nach dem Ruf des Herzens. Als Marija zwölf Jahre alt war, begann sie kurze Filme auf die Kamera aufzunehmen und zu montieren. Sie entdeckt die Ukraine von der frühen Kindheit dadurch, dass sie jedes Jahr auf den Paddelbooten wandert. Marija reiste viel durch die Krym und Karpaten. Sie reiste mit den Bussen und per Anhalter. Auf solche Weise hat sie mehr als zwanzig Regionen der Ukraine bereist.

– Im Frühjahr 2016 habe ich am Festival «86» (internationales Kinofestival der Urbanistik «86») mit einem Dokumentarfilm über Dombrowski Steinbruch in Kalusch teilgenommen. Und genau dann kam ich auf die Idee, die Expedition durch die Ukraine zu schaffen. Einen Monat später habe ich über das wunderbare Projekt Ukraїner erfahren, und habe sofort gedacht: „Es ist aber ein Schicksal!“. Ukraїner gibt den Ukrainerinnen und Ukrainern den Schlüssel zur Einigung und Verständnis voneinander, der uns so fehlt, und auch die mächtige Aufladung der Energie und der Inspiration dafür, dass wir selbst das „Traumland“ auf dem heimischen Boden schaffen könnten.

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BeitragendeÜbersetzung:Alena Ermolenko

6 April 2017 18:52